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Der Kegel-Sport-Verein Bad Camberg-Erbach wurde am 12. März 1979 mit dem Ziel gegründet, Jugendlichen und Erwachsenen die Ausübung des Kegelsports zu ermöglichen. Diese Entscheidung war richtig, denn bis zum heutigen Tag konnte der Verein viele sportliche Erfolge erzielen.

Beginnen möchten wir mit einem Zitat von Wilhelm Busch, das da lautet: „Eins, zwei, drei, im Sauseschritt läuft die Zeit – wir laufen mit“, und eins, zwei, drei sind indessen (im Jahr 2011) 32 Jahre seit der Vereinsgründung vergangen. Die Strecke, die wir dabei zurückgelegt haben, war und ist geprägt von sportlich fairem Ehrgeiz und der Freude an der freundschaftlichen Verbundenheit untereinander. 

Und so hat es angefangen:
Am 12. März 1979 fassten die Gründungsmitglieder

Wilfried Franz,
Hans Klippel,
Hans-Josef Krohmann,
Gerhard Litzinger,
Horst Litzinger,
Berthold Müller und
Siegfried Pfanzer

den Beschluss, einen Verein zur Förderung des Kegelsports im Großraum Camberg zu gründen.

Diese Entscheidung war richtig, denn schon in der darauf folgenden Saison konnte Wilfried Franz bereits 27 Mitglieder an den DKB und dem HKBV melden. Sehr interessant ist dabei die Zusammenstellung der aktiven Mitglieder

Jugendliche von 10 – 14 Jahre  =   6
Jugendliche von 15 – 18 Jahre =   4
von 19 – 23 Jahre  = 1 Mitglied
von 24 – 49 Jahre  =  15 Mitglieder und
Senioren A  =  1 Mitglied.

Bei den Meisterschaften des HKV-Schere (Hessischer Kegler- und Bowlingverband)  bekamen die Blau-Weissen aus Erbach folgende Auszeichnungen bzw. Urkunden:

Saison 80/81  Blau – Weiss Erbach II  /  als Meister der B-Klasse Süd;
ebenso Saison 80/81  im Hessenpokal  als 2. Bezirkspokalsieger;
Saison 81/82  Blau – Weiss Erbach  I   /   als Meister der A-Klasse;
Saison 82/83  Blau – Weiss Erbach I      als Meister der Bezirksliga Süd I mit den Sportkameraden 

                                            Josef Krekel, 
                                            Josef Kowaczek, 
                                            Horst Litzinger,
                                            Berthold Müller und
                                            Wilfried Franz;

Saison 84/85  die II. Mannschaft              als Meister der A-Liga;
Saison 89/90  die I. Mannschaft                als Meister der A-Liga;
ebenso Saison 89/90  im Hessenpokal   als 4. Hessenpokalsieger;
Saison 94/95   als Meister der A-Liga Gruppe 1;
ebenso Saison 94/95  für den erneuten Aufstieg in die Bezirksliga;
Saison 97/98   als Meister der A-Liga Süd in der Gruppe 1;

……………..   übrigens in der Saison 2003/2004 wurde der KSV Vizemeister der A-Liga.

Ein weiterer Beweis pflichtbewusster Verbundenheit zum Verein ist daraus zu erkennen, dass die Einsatzbereitschaft immer vorbildlich war und ist. So haben von den noch heute aktiven Kegler der 1. Mannschaft wie:

                                     Tim Reinefeld 44 x,
                                     Gerhard Zengeler 142 x,
                                     Dieter Ferdinand 277 x,
                                     Josef Krekel 268 x
                                     Siegfried Pfanzer 269 x, und
                                     Berthold Müller sage und schreibe 298 x

im Trikot des KSV Bad Camberg – Erbach um Punkte gekämpft. 

Auch zur positiven sportlichen Angebotserweiterung in der Gesamtstadt hat der KSV beigetragen. Dabei sei im Besonderen die Ausrichtung und Durchführung der „Kegel-Stadtmeisterschaften“ erwähnt. Schon bei der ersten Ausschreibung durch den KSV haben sich 223 Kegler gemeldet und an der Stadtmeisterschaft teilgenommen. 

Während dieser Austragung wurden 12.750 Kugeln gespielt, 71.129 Holz geworfen und 796 x konnten sich die Teilnehmer über „alle Neune“ freuen. Besonders stolz sind wir darauf, dass Frau Susanne Müller-Knobloch einer „Koronargruppe“ genehmigte, an diesem Wettkampf teilzunehmen. Sie waren auch erfolgreich, denn sie haben in ihrer Klasse den ersten Platz belegt.

Die Reihe der Aktivitäten könnten wir noch beliebig weiter aufzählen, doch sind die erwähnten Darstellungen ein deutlicher Beweis dafür, dass noch heute die Kegelsportler aus Bad Camberg-Erbach eine Gemeinschaft sind die fest zueinander stehen und in deren Reihen das Wort „Zwietracht“ noch nie eine Rolle spielte.

Bedingt durch eine schwere Krankheit unserer Kegel-Wirtsleute Litzinger in Erbach, mussten wir eine einschneidende Entscheidung treffen, denn es stand uns von Heute auf Morgen die Kegelanlage nicht mehr zur Verfügung. Wir mussten uns also nach einer neuen Möglichkeit umsehen um unseren Sport weiter betreiben zu können. Wir haben bei den Sportfreunden in Kirberg angefragt. Bernd Wahl, Roland Deuser und Charly Grün haben uns ohne Wenn und Aber in Ihre Trainingsgemeinschaft aufgenommen und uns die Möglichkeit gegeben, auf der Kegelanlage in Kirberg unsere Wettkämpfe auszutragen. Inzwischen hat sich zwischen den Sportkameradinnen und Sportkameraden aus Kirberg und Bad Camberg-Erbach eine wunderbare Freundschaft entwickelt. 

Im Laufe der Zeit stellte sich jedoch heraus, dass der Weg zum Training und zum Wettkampf
nach Kirberg, besonders im Winter recht beschwerlich und gefährlich ist. So haben wir bei der
Stadt Bad Camberg und den Pächtern der Erlenbachhalle in Erbach den Antrag gestellt, unseren
Sport in der dortigen Kegelanlage betreiben zu können. Die Stadt und auch die Pächter der
Erlenbachhalle, die Familie Kobek, haben diesem Antrag zugestimmt. Die Bahnen wurden
entsprechend den Sportvorschriften hergerichtet und so hatte der KSV eine neue Bleibe in
Erbach gefunden. Das hat bis zum Jahr 2010 sehr gut funktioniert, doch dann wurde mit dem
Umbau der Erlenbachhalle begonnen und die Kegelanlage für mehr als ein Jahr geschlossen.
Wieder hatten die Sportkegler keine Möglichkeit mehr, ihren Sport weiter zu betreiben.

Der KSV hat aus diesem Grund Kontakt mit dem Bürgermeister, Wolfgang Erk und den Pächtern
des Kurhauses der Familie Tomic, aufgenommen um die sich dort befindlichen Räumlichkeiten
mitsamt der Kegelanlage nutzen zu dürfen. Nachdem der Bürgermeister, der Magistrat, das
Stadtbauamt, die Familie Tomic unter tatkräftiger Unterstützung durch den Stadtrat Heinz Schaus
dieser Bitte zugestimmt haben, konnten der KSV die Kegelanlage mit den dazugehörigen
Räumlichkeiten am 15. Juni 2010 übernehmen.

(Stand der Vereinsgeschichte: März 2011)